Gold- und Bergbau

Auf den Spuren einer längst vergangenen Zeit

Das “Tauerngold”, ein besonderes Edelmetall, um das sich früher wie heute eine Menge Mythen, Sagen und Spekulationen ranken. Mythen hin oder her, fest steht, dass bereits viele hundert Jahre vor Christus in den Hohen Tauern nach Edelmetallen gesucht wurde. Diverse Funde und Überlieferungen belegen dies heute. Da das Leben für Goldsucher in den Hohen Tauern allerdings sehr beschwerlich und gefährlich war und die Suche schlichtweg unrentabel wurde, war irgendwann Schluss mit dem Goldrausch

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Danielsberg
Danielsberg-(c)-Guus

Geschichtsträchtiger Danielsberg

Eine 6.000 Jahre alte Kultstätte am Danielsberg belegt, dass bereits um 500 v.Chr. auf diesem 962 m hohen Berg nach Gold, Silber und Eisen geschürft wurde. Der Berg wollte wohl, dass wir davon erfahren, hat er doch im Laufe der Zeit immer wieder Werkzeuge aus Stein freigegeben. Die Geschichte des Mölltales ist bis ins 18. Jahrhundert eng mit dem Bergbau verbunden, Experten sind sich sogar einig, dass bereits die illyrischen Veneter um 1.000 v.Chr. im Tauerngebiet nach Eisen suchten.

Gold in den Hohen Tauern

Gold, Silber und Eisen um 1480

Das älteste, noch heute existierende Bergwerksverzeichnis in Obervellach belegt eindeutig, dass um 1480 in der “Teuchl” Silberbergwerke vorhanden waren. Die Teuchl ist ein Seitental in der Gemeinde Reißeck, das heute vor allem für schöne Wanderungen bekannt ist. Zu jener Zeit des Bergbaus waren diese Vorhaben aufgrund der alpinen Lage, so steht es geschrieben, “mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden”. Eine nette Umschreibung der Strapazen, denen die Bergleute in dieser unwirtlichen Gegend ausgesetzt gewesen waren.

Teuchl - Stollen

Das beschwerliche Leben der Knappen

Das Leben der Bergknappen war ganz und gar kein Zuckerschlecken. Weil die Mölltaler Erzgruben, Silber- und Goldbergwerke meist im Hochgebirge lagen, hatten die Bergknappen einen schweren Alltag zu bewältigen. Die Zu- und Abstiege zu den Stollen und Werken waren beschwerliche Unterfangen, vor allem in Hinblick auf das schwere Gerät, das zu den Stollen transportiert werden musste. Zu Beginn einer Arbeitswoche mussten die Knappen die Verpflegung für 6 beschwerliche Arbeitstage selbst mit auf den Berg tragen, um dann bis zu 12 Stunden am Tag unter Tage zu arbeiten.

Teuchl - Bergbau

Erfolg nicht lange von Dauer

Ungeachtet des erheblichen Aufwandes, waren um 1535 bis zu 80 “Gewerke” in der Gegend der Teuchl verzeichnet. Dies täuscht aber nicht darüber hinweg, dass der Bergbau keine große Zukunft hatte in der Region. Aufgrund des Aufwandes und der daraus resultierenden mangelnden Rentabilität, kam es in der Teuchl ab 1600 zum Niedergang des Bergbaus, oder besser, dieser wurde schwerpunktmäßig in den Berggerichtsbezirk Steinfeld im oberen Drautal verlagert. Hausruinen, sogenannte Tagverhaue oder Halden können noch heute in der Teuchl besichtigt werden und zeugen von dieser turbulenten Zeit.

Bruderlade

Bruderlade

Zur Zeit des Edelmetallbergbaues war das heutige Rathaus Wohnsitz der Gewerkenfamilie Schlaminger, die zu den bedeutendsten Bergwerksbetreibern des Mölltales gehörte.
Als der Goldbergbau in der zweiten Hälfte des 16. Jhs. immer weniger Gewinn abwarf, gerieten zahlreiche Gewerken in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Um die Mittel für die sozialen Ausgaben aufzubringen, wurde im Jahre 1537 die Bruderlade geschaffen, in welche jeder Knappe einen Kreuzer pro Gulden und Monat als Beitrag zahlen musste. Die Bruderlade ist eine Vorstufe zu unserer heutigen Sozialversicherung.

Jan-van-Scorel-Altar

PFARRKIRCHE ST. MARTIN – JAN VAN SCOREL ALTAR

Die Pfarrkirche St. Martin, welche um 1500 errichtet wurde, gehört zu den schönsten und berühmtesten Sakralbauten des Landes. Das großartigste und am meisten bewunderte Kunstwerk in der Pfarrkirche St. Martin zu Obervellach ist das Triptychon des 25-jährigen Malers Jan van Scorel aus Schoorl bei Alkmaar, welches er im Auftrag der Stifterfamilie Lang von Wellenburg-Frangipani im Jahre 1519 und 1520 auf der Burg Falkenstein geschaffen hat. Es handelt sich dabei um drei in einen Barockaltar integrierte Tafelbilder.

Wenn auch Sie sich für die aufregende Epoche der Goldsuche in den Hohen Tauern interessieren und gerne uralten Mythen und Sagen auf der Spur sind,

dann sollten Sie nach Obervellach-Reißeck reisen und sich in der Nationalpark-Ausstellung auf die Suche nach Infos, Antworten und Überlieferungen machen.

Für mehr Infos zu Ihrem Aufenthalt nehmen Sie gleich mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns auf Sie!

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