Zeitreise - Flattach

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Flattach 1267/68 unter dem Namen „Fletschah“. Die Entwicklung der Gemeinde Flattach verlief zeitgleich mit dem Bergbau, denn das Gebiet rund um die Hohen Tauern ist bekanntlich reich an Bodenschätzen.

Flattach

In Flattach gab es ein Vorkommen an Kupfer in der Großfragant, hochwertiges Eisen in der Raggaalm und Gold in der Wurten. Der Abbau von Gold liegt wohl am weitesten zurück und verlieh der Goldberggruppe ihren Namen. Aufgrund des Vorkommens an Bodenschätzen hatten sich bereits die Kelten im Mölltal angesiedelt und mit dem Abbau begonnen.

 

15 v. Chr. übernahm die römische Verwaltung den Goldabbau in dieser Gegend. Zwischenzeitlich kam der Abbau von Bodenschätzen immer wieder zum Erliegen. Erst als der Bergbauexperte Johann A. Stampfer um 1691 die Schürfrechte in der Großfragant erwarb, erlebte der Kupferbergbau wieder einen Aufschwung. Die Weiterverarbeitung der abgebauten Erze erfolgte in Schmelzöfen im Tal. So wurden die ersten Schmelzanlagen neben dem Raggabach errichtet und gaben der Ortschaft „Schmelzhütten“ ihren Namen.

 

Das 18. Jhdt. galt als Blütezeit des Fraganter Erzabbaus, rund 300 Bergleute waren in den Kupferlagerstätten beschäftigt. 1834 wurde der Bergbau eingestellt und erst um 1900 wurden die Kupfergruben für einige Jahre aufgrund des steigenden Rohstoffbedarfes für die Waffenindustrie während des Ersten Weltkrieges reaktiviert. Um 1916 waren bis zu 260 russische Kriegsgefangene im Kupferbergbau tätig. Am Ende des Ersten Weltkriegs kam es zum endgültigen Aus des Bergbaus in der Großfragant. Vom ausgehenden 17. Jhdt. bis 1921 wurde im Almbereich der Großfragant über 300 Jahre lang Kuper und Schwefel abgebaut. Heute informiert der Themenwanderweg „drunter&drüber“ in der Großfragant Jung und Alt über die Erzgewinnung, die Arbeitsbedingungen sowie die lange Tradition der Almbewirtschaftung. Aufgelassene Stollen, Mauerreste, Schutthalden, rostiges Werkzeug entlang des Weges zeugen noch heute vom einst intensiven Abbau der Bodenschätze.

 

Hoch über der Raggaschlucht, in der Raggaalm, galt es einst, hochwertiges Eisenerz vom nördlichen Hang des Poliniks zu gewinnen. Im Laufe des 18. Jhdts. wurde der Bergbau in diesem Bereich aus unersichtlichen Gründen eingestellt. 1882 wurde die Raggaschlucht dann erstmals für Besucher begehbar gemacht und im Jahre 1978 wurde die Schlucht zum Naturdenkmal erklärt. Zwar mussten die Steganlagen im Laufe der Jahre immer wieder erneuert werden, doch zählt die Schlucht bis heute zu einem wichtigen touristischen Ausflugsziel in der Region.

 

Die Pfarrkirche von Flattach ist dem heiligen Matthias geweiht. Urkundlich wird die Kirche 1504 erstmals unter dem Patrozinium „St. Helena“ erwähnt und als sehr ärmlich bezeichnet. Durch den erlebten Aufschwung vom Kupferbergbau in der Fragant erfolgte 1735 die Errichtung der Pfarre Flattach durch eine Stiftung von Freiherr Johann Gottlieb Graf Stampfer. So wurde die Pfarrkirche Flattach im Jahr 1736 – wegen der sumpfigen Lage – auf Piloten erbaut. 1784 scheint die Kirche unter dem Patrozinium „St. Matthaei et Magdalenae“ auf. Nach der Einstellung des Kupferbergbaues 1834 in der Fragant drohte die Kirche zu verfallen. Durch die Anstrengungen des damaligen Pfarrprovisors kann die Kirche aus Gemeindemitteln erhalten werden. Bis heute wurde die Pfarrkirche mehrmals von Hochwassern heimgesucht und musste immer wieder Renovierungen unterzogen werden.

Wintersaison leider beendet
Winter season closed

ab 15.03.2020

Werte Partner und Gäste,
aus gegebenem Anlass beenden wir die Wintersaison schneller als geplant.
Die Skigebiete schließen am Sonntag, 15. März, die Beherbergungsbetriebe am Montag, 16. März.

Alle aktuellen Informationen finden Sie auf www.kaernten.at/aktuelle-informationen/
Wir freuen uns, Sie zu einem späteren Zeitpunkt bei uns begrüßen zu dürfen!


Dear guests and partners!
Due to the occasion the winter season 2019/2020 finishs earlier than planned.
The lifts will close with Sunday, 15. March 2020 and the accommodation establishments with Monday, 16. March 2020.

All information about this you will find on www.visitcarinthia.at/information/
We look forward to welcoming you at later.