Zeitreise - Heiligenblut am Großglockner

Erste Aufzeichnungen reichen bis in das 3. Jahrhundert vor Christus zurück. So fand man z.B. beim Bau der Glocknerstraße in der Nähe des Hochtortunnels einen Dolch aus der frühen Bronzezeit. Um etwa 400 v. Chr. kamen die TAURISKER (Kelten) in unser Gebiet. Von ihnen mag sich der Name „Tauern“ (= über den Berg) ableiten. Der ursprüngliche Lebenserwerb war Ackerbau und Viehzucht. Sie suchten bereits damals das kostbare „Tauerngold“. Um 15 v. Chr. wurden die bereits bestehenden Wege über die Tauern, von den im Straßenbau erfahrenen Römern, besser ausgebaut. Diese „Römerstraßen“ sind teilweise noch ident mit der heutigen Straßenführung – z.B. im Gebiet Hochtortunnel und Kasereck. 600 n. Chr. wanderten die Slawen in unser Gebiet. Viele slawische Worte sind uns erhalten geblieben: Rojach, Zlapp, Golmitzen, Retschitz, Möll (= die schimmernde)…

Heiligenblut am Großglockner

Genaue urkundliche Daten über die Goldgewinnung gibt es erst seit 1476 im Bergraidbuch von Großkirchheim. Damals gab es 361 Gruben, 1500 Knappen und dazu die 5- bis 6-fache Anzahl an Fuhrleuten, Köhlern, Sackziehern und Holzfällern, die 10% der damals bekannten Weltproduktion des Edelmetalls aus der Goldberggruppe förderten. Das Gold aus der „Neuen Welt“ ab 1848 war einfacher und billiger zu gewinnen und somit erfolgte der Untergang des Goldbergbaus im Mölltal. Durch die allmähliche Einstellung des Bergbaues im 19. Jahrhundert wurden viele Menschen arbeitslos und wanderten aus. Wesentlich zur Kehrtwende dieser Situation hat die Erstbesteigung des Großglockners am 28. Juli 1800 beigetragen. Diese wissenschaftliche Expedition auf den höchsten Berg Österreichs finanzierte Bischof Salm Reifferscheid. Er ließ zu diesem Zweck auch die Salmhütte als „Basislager“ erbauen. Vorher herrschte große Angst vor Geistern und Dämonen, die auf den Bergspitzen sitzen und Unheil bringen.

 

Nachdem nun aber ein „Kirchenmann“ oben war und wieder heil herunterkam, wollten auch „Normalsterbliche“ diesen hohen Berg bezwingen. Somit war der „Bergtourismus“ geboren. 1856 besuchte das Kaiserpaar Franz Joseph I. und Elisabeth (Sissi) das Glocknergebiet. Nach Eröffnung des Glocknerhauses, der ersten Schutzhütte in den Ostalpen, konnte man auf Kärntner Seite eine Belebung des Fremdenverkehrs feststellen. Um die Jahrhundertwende begann der Alpenverein mit dem Bau der „Alten Glocknerstraße“. Die „Neue Großglockner Hochalpenstraße“, eine Straße über den Alpenhauptkamm und gleichzeitig eine wunderschöne Aussichtsstraße bis zur Kaiser-Franz-Josefs Höhe, entstand in der Zwischenkriegszeit. Sie wurde von Franz Wallack, einem Kärntner Ingenieur, geplant, in 6 Bausommern mit je 3.200 Mitarbeitern errichtet und im August 1935 eingeweiht. Heute noch wird sie in den Sommermonaten von rund 1 Million Gästen besucht. Die Gesamtzahl seit der Eröffnung 1935 wird auf über 50 Millionen Besucher geschätzt. Damit gilt der Großglockner nach dem Schloss Schönbrunn als die zweitbeliebteste Sehenswürdigkeit Österreichs.

 

Die Pfarrkirche „St. Vinzenz“ von Heiligenblut ist dem heiligen Vinzenz von Saragossa (=Schutzpatron) geweiht. In erster urkundlicher Erwähnung aus dem Jahre 1253 wird ein Friedhof mit Karner erwähnt. 1273 ist die erste Wallfahrt zum „Heiligen Bluet“ nachgewiesen. 1390 beschließt man, eine große „ordentliche“ Kirche zu bauen, da das alte Gotteshaus die vielen Wallfahrer und Pilger nicht mehr fassen konnte. Nach ca. 100 Jahren Bauzeit wird die Wallfahrtskirche am 1. November 1491 eingeweiht.

Wintersaison leider beendet
Winter season closed

ab 15.03.2020

Werte Partner und Gäste,
aus gegebenem Anlass beenden wir die Wintersaison schneller als geplant.
Die Skigebiete schließen am Sonntag, 15. März, die Beherbergungsbetriebe am Montag, 16. März.

Alle aktuellen Informationen finden Sie auf www.kaernten.at/aktuelle-informationen/
Wir freuen uns, Sie zu einem späteren Zeitpunkt bei uns begrüßen zu dürfen!


Dear guests and partners!
Due to the occasion the winter season 2019/2020 finishs earlier than planned.
The lifts will close with Sunday, 15. March 2020 and the accommodation establishments with Monday, 16. March 2020.

All information about this you will find on www.visitcarinthia.at/information/
We look forward to welcoming you at later.