Der Mallnitzer Lindwurm

Dort, wo sich gegenwärtig zwischen den gewaltigen Bergriesen der Hohen Tauern das freundliche Mallnitztal mit seinen Hotels, Gasthöfen und Villen ausbreitet, ruhte einstmals ein großer See in der Gebirgslandschaft. Dieses klare Wasser erstreckte sich vom Rabischer Hügel, der das Tal gegen Süden absperrt, bis tief hinein in das Seebachtal, wo der Stappitzer See noch als kleiner Rest zurück geblieben ist. An den steilen Ufern des Sees weideten während des Sommers die Schafe jener Hirten, die schon damals im Dösener Tal südlich von Mallnitz siedelten.

Ihr Wasser holten die Dösener Hirten aus dem dunklen Bergsee. Einmal, im Frühjahr, als gerade die ersten Blumen erwachten, stieg der Hirte Lenz mit seinem Wasserputsch wieder zum See hinunter. Hinter einem Erlenbusch merkte er plötzlich ein rotes Etwas. Erst dachte er an eine besonders leuchtende Blume. In Wirklichkeit aber fand er ein schönes Hasenei. Weil seine Fellhose noch keine Taschen hatte, legte er das sonderbare Ei in seinen Wasserputsch, den er wenige Minuten später mit Seewasser füllte. Eilig stieg er wieder bergan, und daheim wollte er das Ei vorsichtig aus dem Putsch heben. Soweit kam er aber mit seinem kostbaren Fund nicht mehr.

Die Sonne brannte tüchtig auf den vollen Wasserputsch, den Lenz auf seinem Rücken trug. Plötzlich tat es einen furchtbaren Krach, und Lenz warf es zu Boden. Der Wasserputsch wurde im Bogen in das steile Gelände geschleudert, und aus den elenden Trümmern kroch ein junger Lindwurm. Ganz starr glotzte er einige Male um sich, dann kroch er hinunter in den See. Der Hirte aber rannte angsterfüllt heim in seine Hütte.

Im Dösener Tal wohnte damals auch die Wurzelgraber-Aga, die dieses sonderbare Geschehen deuten konnte: „Ja, ja, es ist halt so, dass aus einem Hasenei ein Lindwurm ausschlüpft, wenn dieses mit Seewasser in Berührung kommt. Und ganz besonders schnell geht das, wenn die Sonne drauf scheint.“

Der Lindwurm begann im Mallnitzer See unheimlich rasch zu wachsen, und die Dösener Hirten wagten sich nicht in seine Nähe, da er sie aus seinen Glotzaugen so grauenvoll anstierte. Erst fraß das Ungeheuer alle Forellen aus dem See, dann stieg er aus dem Wasser und stellte den armen Schafen nach. Unter den Hirten gab es große Angst. Um nicht alle Schafe zu verlieren, stiegen sie mit dem Rest der Herde hinauf auf die Hochalmspitze, die damals noch keinen Gletscher trug.

Nun fand der Lindwurm keinen Fraß mehr. Er tobte und brüllte vor Hunger und Wut. In seinem Schmerz biss er mit den Riesenzähnen in einer einzigen Nacht jene Felsrippe durch, die den See gegen Süden absperrte. Noch jetzt sind in jener Schlucht die Zahnspuren des Drachens zu erkennen.

Die Wassermassen stürzten mit unheimlicher Wucht aus dem Hochtal herunter und rissen auch den Lindwurm mit sich in die Tiefe. Durch das Möll- und Drautal wälzte sich das Wasser weiter, und mit ihm kam der Lindwurm bis in den Wörthersee. Er hatte diese unheimliche Reise gut überstanden und setzte seine Raubzüge im Unterland fort, bis er durch einen brüllenden Stier in eine Falle gelockt wurde.

Die Hirten aus dem Dösener Tal zogen wieder aus dem Hochgebirge herunter und gründeten jetzt im ebenen und trockenen Tal eine neue Heimat, aus der sich nach und nach das schöne Mallnitz entwickelte.

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