Eine Radtour am Glockner-Radweg R8

Eine Radtour die ist lustig, eine Radtour die ist schön….dachten wir uns und haben beim Tourismusverband Obervellach-Reißeck nachgefragt, wo es die Möglichkeit gibt Fahrräder auszuleihen und wo wir eine Radstrecke für dieses Vorhaben finden.

Radverleih-System in ganz Kärnten

Es wurde uns erzählt, dass es seit diesem Jahr in ganz Kärnten ein Rad-Verleih-System gibt. Bei den Verleih-Stationen gibt es unterschiedliche Bikes. Egal ob normales Citybike, E-Bike oder sogar E-Mountainbike für die, die wirklich hoch hinaus möchten. Auch für Kinder gibt es kleine Räder, Tandem-Bikes oder sogar Anhänger und Kindersitze für die ganz Kleinen. Man kann sogar die Räder bei der einen Station ausleihen und bei der nächsten Station wieder zurückgeben. Eine wirklich großartige Sache wie wir finden.

Die nächst gelegene Radstation war in unserem Falle beim Penkerwirt in Penk, direkt an der Hauptstraße – also nicht zu verfehlen.

Dort wurden wir freundlich begrüßt, die Fahrräder für uns bereitgestellt und sogar beim Anschnallen der Kinder, für die wir sogar einen Anhänger bekamen, wurde uns geholfen. Somit konnte unserer Familien-Radtour durch das Mölltal nichts mehr im Wege stehen.

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Wir haben uns natürlich zuvor auch über den Glocknerradweg informiert, sodass wir wussten, wohin die Reise in etwa gehen würde. Der Glocknerradweg R8 bietet eine ca. 80 Kilometer lange, fast durchgehende, asphaltierte Strecke. Der Ausgangspunkt des Radweges befindet sich in Heiligenblut, am Fuße des Großglockners. Dieser schlängelt sich durch das gesamte Mölltal, bis nach Möllbrücke hinunter und geht dort nahtlos in den Drauradweg über.

Während der Sommermonate fährt durch das Mölltal auch ein Radbus, der Personen und deren Räder von Möllbrücke bis nach Heiligenblut oder zurückbringt. So könnte man zum Beispiel bequem mit dem Bus nach Heiligenblut fahren und von oben den Verlauf des Radweges nach unten folgen. Mehr Informationen zu den Fahrzeiten des Buses und den Preisen finden Sie unter: https://www.kaerntner-linien.at/attachments/article/48/5108_Glocknerradweg%20.pdf

Penk bis Obervellach auf der Sonnenseite durch das Mölltal

Wir starteten somit mit unseren E-Bikes los. Wenn schon denn schon dachten wir uns – wir sind im Urlaub und übernehmen möchten wir uns dann auch wieder nicht! Vor allem mit den Kindern im Anhänger war die Wahl für ein E-Bike recht schnell getroffen.

Der erste Teil der Strecke führte durch Penk, Gappen und Gratschach. Drei kleine und entzückende Orte, umgeben von intakter Natur, Waldrändern und kleinen Bächen. Aus der Ferne erspähten wir einen Blick auf die Burg Falkenstein, direkt unter der Tauernbahn.

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Ein Abschnitt des Weges verlief entlang der Bundesstraße. Der Radweg ist aber gut abgetrennt und somit sicher befahrbar.

Vorbei an schönen Familienhäusern mit gepflegten Gärten und großen Wiesen, die gerade von den Bauern gemäht wurden, führte uns der Radweg zunächst von Penk nach Obervellach. Durch Obervellach fährt man direkt über den historischen Hauptplatz des Ortes. Dort gibt es kleine Modegeschäfte, ein schnuckeliges Cafe mit wunderschöner Terrasse, einen Dorfbrunnen und blühende Blumen, wohin das Auge reicht.

Obervellach bis Flattach – Kühler Fahrtwind und traumhafte Sommerwiesen

Unsere Tour führte uns weiter von Obervellach in Richtung Flattach. Wir passierten den Eingang zur Groppensteinschlucht. Auch dort gab es einen kleinen Stand, an den man sich erfrischen und stärken kann. Die Kinder waren von den vielen Kühen, die auf den Wiesen grasten, restlos begeistert. Auch Pferde und Ponys und sogar Hasen und Kätzchen haben wir auf unserer Reise angetroffen.

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In Semslach wechselt der Radweg von der Südseite auf die sogenannte Schattseite. Nachdem wir die Möll überquerten, merkte man schon den Temperaturunterschied, was ideal war an einem heißen und sonnigen Tag im Juni. Der Schatten der Wälder und der Fahrtwind verschaffte die perfekte Abkühlung und eine angenehme Temperatur für die Weiterfahrt.

Die wunderschönen Wälder und mit Frühlingsblumen bestückten Wiesen waren einfach eine Augenweide. In Flattach angekommen sind wir auch direkt am Eingang zur Raggaschlucht vorbeigekommen. Auch dort gab es wieder ein kleines Gasthaus mit großem Garten und Kinderspielplatz, das zum Verweilen einlud.

Aber wir hatten noch nicht genug. Unser Ziel für heute war der Gössnitzer Stausee in der Gemeinde Stall. Deshalb traten wir weiter in die Pedale, um unser Ziel zu erreichen.

Der Radweg ist wirklich sehr schön und schlängelt sich fast eben durch das Tal. Durch unsere E-Bikes waren kleine Ansteigungen, die es zwischendurch gab, natürlich überhaupt kein Problem und wir sind federleicht nach oben geradelt.

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Gössnitz-Stausee – Stärkung bei besonderem Ausblick

Und da war er, der See und unser Ziel für den heutigen Tag. Rund um den See gibt es 2 weitere Möglichkeiten Einzukehren, um sich ein Eis oder einen Snack zu gönnen. Nach einer kurzen Rast und kleinen Stärkung, haben wir uns wieder auf den Retourweg gemacht. Es waren immerhin 18 Kilometer und fast 2 Stunden (mit kurzen Pausen) in eine Richtung.

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Kulinarik beim Penker Wirt

Wieder an der Verleihstation angekommen, wurden uns die Räder abgenommen und versperrt. Da wir nach den 4 Stunden am Rad und an der frischen Luft auch großen Hunger mitbrachten, beschlossen wir noch im Penkerwirt zu essen.

Die große Speisekarte bietet wirklich für jeden Geschmack etwas. Egal ob Kaiserschmarren für die Süßen, Salate, Nudelgerichte oder traditionelle Schmankerln wie Wienerschnitzel – wir konnten uns kaum entscheiden bei der großen Auswahl. Das Essen wurde schnell serviert und war nicht nur zum Ansehen ein Gedicht.

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Alles in allem war es einfach nur ein perfekter Tag im schönen Mölltal und der Nationalpark Region Hohe Tauern.

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