Zeitreise - Reißeck

Reißeck – am Fuße des Danielsberges

Die Gemeinde Reißeck liegt im unteren Mölltal, am Fuße des Danielsberges. Im Norden wird sie von der Reißeckgruppe und im Süden von der Kreuzeckgruppe umrahmt. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 139,79 km², die sich auf 4 Katastralgemeinden verteilt, und umfasst 17 Ortschaften mit insgesamt 2.099 Einwohnern (Volkszählung 2022).

Zeitreise Reißeck

Die Geschichte des Mölltales ist bis ins 18. Jahrhundert eng mit dem Bergbau verbunden. Es ist daher anzunehmen, dass bereits die illyrischen Veneter, die um 1000 v. Chr. nachweisbar sind, im Tauerngebiet nach Eisen suchten. Um 500 v. Chr. besiedelten die Kelten das Gebiet und schürften nach Gold, Silber und Eisen (Keltensiedlung „Eliomonte“ am Fuße des Danielsberges, Tempel auf dem Danielsberg). 15 v. Chr. besetzten die Römer das Gebiet und hinterließen ihre Spuren, z.B. die Römerstraße über Oberkolbnitz – Preisdorf – Penk sowie Überreste eines Herkulestempels auf dem Danielsberg.

 

Die Römersiedlung am Danielsberg trug den Namen „Colomunitio“, bestehend aus „Colo“ (Hügel) und „munitio“ (abgesichert, verstärkt, befestigt). Aus dem Namen wurde Cholomunze (1124) und schließlich Kolbnitz (Dr. Otto Kronsteiner, Institut für Slawistik, Salzburg). Eine Besonderheit der Gemeinde Reißeck ist der Danielsberg. Seine kegelförmige Erhebung (962 m Seehöhe) ist weithin sichtbar. Wegen seiner landschaftlichen Einzigartigkeit wurde der gesamte Bergkegel bereits im Jahre 1964 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.

 

1876 wurden die Steuergemeinden Kolbnitz und Mühldorf von der Ortsgemeinde Obervellach abgetrennt und zur Gemeinde Kolbnitz zusammengefasst. 1913 wurde die Gemeinde in die Gemeinden Kolbnitz und Mühldorf geteilt. Mit Wirksamwerden des Gemeindestruktur-Verbesserungsgesetzes 1972 wurden die Gemeinden Kolbnitz, Penk und Mühldorf ab 01.01.1973 zur Gemeinde Reißeck zusammengeschlossen. Mit 01.01.1992 erfolgte jedoch eine neuerliche Trennung, der Gemeindeteil Mühldorf wurde wieder selbstständig.

 

Große Bedeutung kommt in der Gemeinde Reißeck der Elektrizitätswirtschaft zu. Der Bau des Speicherkraftwerkes Reißeck-Kreuzeck in den Jahren 1950 bis 1961 gehört ebenso wie Kaprun zu den Pionierbauten im österreichischen Kraftwerksbau. In rund 2.300 – 2.400 m Seehöhe wird in natürlichen Karseen das Wasser gespeichert und in einer 4.234,5 m langen Druckrohrleitung, mit einer eine Fallhöhe von 1.772,5 m abgeleitet wird. Diese erzeugt einen Druck von etwa 177 bar. Dieser Höhenunterschied gehört zu den größten der Welt, er belegt Platz 2 hinter dem Rekordkraftwerk Bieudron im Wallis (1.883 m). Derzeit erweitert der VERBUND mit dem neuen Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II die Kärntner Kraftwerkssysteme Malta und Reißeck zu einer der stärksten Wasserkraftwerksgruppen Europas.

Der Danielsberg

Der Danielsberg (966 m) ragt als markanter Kegel inmitten des unteren Mölltales auf.

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Pfarrkirche Kolbnitz

Die erste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Kolbnitz fällt auf das Jahr 1124. Die spätgotische Pfarrkirche, deren Mauerwerk im Kern vermutlich Reste eines romanischen Vorgängerbaues enthält, wurde im 18. Jahrhundert im Stil des Barock umgestaltet.

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Wallfahrtskirche Maria am Sandbichl

Im Jahre 1716 erbaute der fromme Bauer Ruep Stragainig aus herrlichem geistlichen Antrieb und im Schlaf oft geschehener Ermahnung für die Gottesmutter aus eigenen Mitteln mit darein gesetzten gnadenreichen Marienbild und Tafel im sogenannten Sandbichl eine hölzerne Kapelle.

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Der Edelmetallbergbau in der Teuchl

Im ältesten Raitbuch (Bergwerksverzeichnis) des Berggerichtsbezirkes Obervellach aus dem Jahr 1480 sind Silberbergbaue in der Teuchl verzeichnet.

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Burgruine Mölltheuer

In den Jahren 1234 bis 1237 wird ein „Heinricus de Pench“ als Görzer Richter genannt. Auch im Görzer Urbar aus 1299 wird der Ort wiederholt erwähnt.

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ZEITREISE - Übersichtskarte

… der kulturhistorischen Stätten & Ausflugsziele in Obervellach & Reißeck.

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Wintersaison leider beendet
Winter season closed

ab 15.03.2020

Werte Partner und Gäste,
aus gegebenem Anlass beenden wir die Wintersaison schneller als geplant.
Die Skigebiete schließen am Sonntag, 15. März, die Beherbergungsbetriebe am Montag, 16. März.

Alle aktuellen Informationen finden Sie auf www.kaernten.at/aktuelle-informationen/
Wir freuen uns, Sie zu einem späteren Zeitpunkt bei uns begrüßen zu dürfen!


Dear guests and partners!
Due to the occasion the winter season 2019/2020 finishs earlier than planned.
The lifts will close with Sunday, 15. March 2020 and the accommodation establishments with Monday, 16. March 2020.

All information about this you will find on www.visitcarinthia.at/information/
We look forward to welcoming you at later.